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    Massenermittlung für Maler: Wand-, Decken- und Fassadenflächen aus dem PDF-Plan

    Wandflächen, Decken, Fassaden und Putz aus dem PDF-Plan berechnen, im Plan markiert und als Excel-Mengenermittlung, mit den Regeln der DIN 18363.

    David PlasellerDavid Plaseller··4 min Lesezeit

    Die Massenermittlung für Maler beginnt mit einer Frage: Wie groß sind Wand-, Decken-, Fassaden- und Putzflächen? Wer sie von Hand aus dem Plan abgreift, rechnet Raum für Raum und muss am Ende trotzdem belegen können, woher jede Zahl kommt. PlanReader nimmt Ihnen diese Vorarbeit ab: Sie laden den PDF-Plan hoch und erhalten die Flächen im Plan eingezeichnet und die Mengenermittlung als Excel-Liste.

    Massenermittlung für Maler: Wand-, Decken- und Fassadenflächen aus dem PDF-Plan

    Wandfläche berechnen: Formel und Beispiel

    Die Wandfläche eines Raums ist Raumumfang mal Raumhöhe. Davon ziehen Sie die Öffnungen ab, die nach Vertrag nicht übermessen werden. Ein Beispiel: Ein Raum misst im Rohbau 4,00 m × 5,00 m und ist 2,60 m hoch. Der Umfang beträgt 18,00 m, die Wandfläche brutto also 18,00 m × 2,60 m = 46,80 m².

    • Fenster 1,25 m × 1,50 m = 1,88 m²: unter 2,5 m², wird übermessen
    • Tür 1,01 m × 2,135 m = 2,16 m²: unter 2,5 m², wird übermessen
    • Terrassentür 2,00 m × 2,25 m = 4,50 m²: wird abgezogen
    • Wandfläche: 46,80 m² − 4,50 m² = 42,30 m²
    • Deckenfläche: 4,00 m × 5,00 m = 20,00 m²
    • Leibungen, gesondert gerechnet: Fenster 2 × 1,50 m + 1,25 m = 4,25 m, Terrassentür 2 × 2,25 m + 2,00 m = 6,50 m

    Ohne Übermessung wären es 38,26 m² Wandfläche, rund 4 m² weniger in einem einzigen Raum. Für einen Raum ist das schnell gerechnet, für ein Geschoss mit 40 Räumen nicht. Genau hier setzt PlanReader an.

    Welche Flächen PlanReader aus dem Plan ermittelt

    Sie laden den PDF-Plan hoch und sagen in eigenen Worten, was Sie brauchen. PlanReader erfasst die Flächen, die für Maler- und Putzarbeiten zählen:

    • Wandflächen: je Raum, aus den Wandlängen im Grundriss und der Raumhöhe, die Sie für den Plan festlegen.
    • Deckenflächen: je Raum, direkt aus dem Grundriss.
    • Fassadenflächen: aus den Ansichten, für Beschichtung und Außenputz.
    • Putzflächen: innen und außen, als eigene Kategorie neben den Beschichtungsflächen.
    • Fenster und Türen: gezählt und im Plan markiert, damit Sie Öffnungen nach den Regeln Ihres Leistungsverzeichnisses übermessen oder abziehen.

    Ob Sie eine einzelne Kategorie brauchen, ein Gewerk oder den ganzen Plan, bestimmen Sie.

    Jede Fläche im Plan markiert

    PlanReader zeichnet jede erfasste Fläche direkt in Ihr Original-PDF ein. Sie sehen auf einen Blick, welche Wand, welche Decke und welcher Fassadenabschnitt in die Menge eingeht und wo etwas fehlt. Was Sie anders sehen, ändern Sie direkt im Plan: Fläche anpassen, ergänzen oder löschen. Der Excel-Export übernimmt jede Änderung.

    Die Mengenermittlung als Excel-Liste

    Am Ende steht nicht nur eine Summe, sondern eine prüfbare Mengenermittlung: Die Excel-Liste führt die Flächen je Raum und Kategorie, für einen Plan oder für alle Pläne des Projekts. Wände, Türen und Fenster kommen mit IFC-Klasse und DIN-276-Kostengruppe.

    Weil jede Menge im Plan eingezeichnet ist, lässt sie sich nachvollziehen. Das hilft beim Angebot, wenn Sie Ihre Mengen gegen das Leistungsverzeichnis prüfen, und bei der Abrechnung, wenn der Auftraggeber wissen will, woher eine Zahl kommt.

    DIN 18363 und DIN 18350: die Regeln in Kürze

    Gilt im Vertrag die VOB, rechnen Maler nach DIN 18363 „Maler- und Lackierarbeiten – Beschichtungen“ ab, Putzarbeiten nach DIN 18350 „Putz- und Stuckarbeiten“. Für Malerflächen zählen vor allem drei Regeln:

    • Rohbaumaße: Innen zählen die Maße der ungeputzten, ungedämmten und nicht bekleideten Flächen, Wände also vom Rohfußboden bis zur Rohdecke.
    • Übermessen: Öffnungen unter 2,5 m² Einzelgröße werden übermessen, größere abgezogen.
    • Leibungen: Beschichtete Leibungen und Nischenrückflächen kommen gesondert dazu.

    Bei Fassaden zählen die behandelten Flächen. Legt Ihr Leistungsverzeichnis eigene Abrechnungsregeln fest, gelten diese. PlanReader liefert deshalb die Öffnungen mit, und Sie entscheiden nach Ihrem Vertrag, wie sie in die Menge eingehen.

    So läuft es ab

    • 1. Plan hochladen: PDF-Grundriss oder Ansicht hochladen und den Maßstab im Plan einstellen.
    • 2. Auftrag beschreiben: zum Beispiel „Wand- und Deckenflächen je Raum, Fenster und Türen“ oder „Putzflächen außen“.
    • 3. Im Plan prüfen: Jede Fläche ist eingezeichnet. Ihr Team prüft, ergänzt und korrigiert.
    • 4. Excel übernehmen: Die Mengenermittlung geht direkt in Ihre Kalkulation.

    Die Vorarbeit macht PlanReader, Prüfung und Freigabe bleiben bei Ihrem Team.

    Häufige Fragen

    Wie berechnet man die Wandfläche für Malerarbeiten?

    Raumumfang mal Raumhöhe, abzüglich der Öffnungen, die nicht übermessen werden. Nach DIN 18363 werden Öffnungen unter 2,5 m² übermessen, beschichtete Leibungen kommen gesondert dazu.

    Wie berechnet man die Fassadenfläche?

    Aus den Ansichten: Länge mal Höhe je Fassadenabschnitt, abzüglich der Öffnungen, die nach Vertrag abgezogen werden. Bei Fassaden zählen nach DIN 18363 die behandelten Flächen. PlanReader ermittelt die Fassadenflächen aus den Ansichten und markiert jeden Abschnitt im Plan.

    Kann PlanReader Putzflächen getrennt ausweisen?

    Ja. Putzflächen innen und außen laufen als eigene Kategorie neben den Beschichtungsflächen, jeweils im Plan eingezeichnet und in der Excel-Liste aufgeführt.

    Welche Pläne brauche ich?

    PDF-Pläne: Grundrisse für Wand- und Deckenflächen, Ansichten für Fassaden. Den Maßstab stellen Sie im Plan ein.

    Massenermittlung nach Gewerk

    Weitere Beiträge dieser Reihe:

    Alle Funktionen im Überblick: Massenermittlung aus PDF-Plänen mit PlanReader.

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